Spagati Spontane

Improvisationstheater

Was ist Improtheater?

Stellen Sie sich Theater vor... gut. Nun denken Sie sich den Schriftsteller weg... fein. Und die Vorlage inklusive Regieanweisungen... noch dabei? Gut. Und jetzt fügen Sie ein Publikum, das die Titel der Szenen vorgibt, hinzu. Und eine Handvoll Spieler, die die Szene aus dem Stegreif (und ohne Beratungspausen) improvisiert. Das ist Improtheater.

Wenn dann noch die Spieler in zwei Teams gegeneinander spielen und ihre Fanblöcke die Stimmung im Saal aufheizen... sehen Sie es sich am besten selbst an.

Disziplinen

Bei Impro-Matches oder in Impro-Shows geben wir der Improvisation einen Rahmen und eine Form durch so genannte Disziplinen. Manche Disziplinen legen mehr Wert auf Gesang, manche mehr auf Erzählung, manche mehr auf Spiel. Was wir zum Beispiel drauf haben:

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ABC-Spiel

Eine Zweipersonenszene. Die Spieler müssen ihre Sätze mit fortlaufend dem Alphabet entnommenen Buchstaben beginnen.
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Armrede

In dieser Talkrunde sind die Diskutierenden nicht für ihre Gestik zuständig... nein! Das erledigen die unauffällig hinter ihnen stehenden Gestikulierer.
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Dia-Vortrag

Ein Spieler hält einen Diavortrag. Damit nicht zu viel Geld für Außenaufnahmen und Filmmaterial draufgeht, werden die Dias auf der Bühne von den übrigen Spielern dargestellt.
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Das klingt nach einem Lied

Improvisiertes Musiktheater! Zu einem vom Publikum gegebenen Titel improvisieren wir eine Szene mit einer Besonderheit: der Keyboarder kann jederzeit hereinrufen: "Das klingt nach einem Lied für (den Polizisten, die Tochter, das Nilpferd, oder wer sonst gerade mitspielt)". Daraufhin singt die angesprochene Spielerin oder der angesprochene Spieler ein Lied, in dem sie oder er Gefühlen, Erwartungen, Ängsten oder was sie sonst so umtreibt, Ausdruck verleiht.
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Echo-Chor

Musik bitte! Ein Spieler singt, unterstützt vom Backgroundchor, eine Geschichte. Diese wird von den anderen Spielern pantomimisch umgesetzt.
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Erzählchor

Vier Spieler stehen bereit, eine gemeinsame Geschichte zu erzählen. Im Publikum sitzt der Dirigent, der mitten im Satz zwischen ihnen umschalten kann. Während sie erzählen, spielen die Restlichen pantomimisch die Geschichte nach.
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Emotion Replay

Eine kurze Szene zu vom Publikum vorgegebenem Thema steht hier im Mittelpunkt. Zu Anfang wird sie ganz normal gespielt, doch dann darf sich das Publikum für die Wiederholung eine andere Grundstimmung wünschen, in der die Szene dann wiederholt wird. Sehen Sie, wie sich eine fröhliche, heitere Geschichte verändert, wenn sie von rasend wütenden Charakteren gespielt wird, oder was aus einem nüchtern-sachlichen Dialog wird, wenn die Beteiligten von Anfang an ineinander verliebt sind.
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Genre Replay

Diese Disziplin ähnelt in ihrer Struktur dem Emotion Replay: auch hier wird eine anfangs neutrale Szene wiederholt. Doch diesmal werden nicht Gefühle injiziert, sondern die ganze Szene wird in einem anderen Genre wiederholt: sei es als Western, Science-Fiction-Film, Oper oder auch Sprachkurs.
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Grand Prix d'Eurovision

Lieder in Muttersprache singen kann jeder -- in dieser Disziplin darf das Publikum wählen, aus welchem fremden Land die Band kommt. Daraufhin singt die Band zusammen ein Lied in der Landessprache.
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Literaturspiel

Eigentlich spielen wir ja ohne literarische Vorlage. In dieser Disziplin darf jedoch ein Zuschauer einen zufälligen Absatz aus einem Buch auswählen, dessen Inhalt die Grundlage für die nächste Szene bildet. Das kann eine Szene sein, die an dem Absatz anfängt oder in dem Absatz gipfelt oder mit den gleichen Charakteren ein Jahr später darauf zurückblickt oder oder oder ...
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Marathon

Zwei spielen auf der Bühne eine Szene. Plötzlich ruft ein Spieler vom Rand "STOP", die Szene friert ein, und der Rufer ersetzt einen der Spieler durch sich selbst. Weiter geht's mit einer ganz anderen Szene, aber aus derselben Körperhaltung... bis zum nächsten Wechsel.
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Maschine

Bei dieser Disziplin bilden die Spieler die Bestandteile Maschine zu einem Thema. Bildet zunächst nur ein Spieler mit seinem Geräusch und seiner Bewegung einen Bestandteil, so kommen immer mehr Komponenten dazu, die ihrerseits ihre Bewegungen und Geräusche beitragen, bis schließlich die ganze Bühne voll lauter, rhythmischer Bewegung ist.
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Reigen

Diese Disziplin zu erklären ist schwierig (so ähnlich wie eine Wendeltreppe zu definieren, ohne die Hände zu benutzen). Eine Geschichte mit mehreren Charakteren entwickelt sich in Szenen zu zwei Charakteren. Szenenwechsel werden dadurch ausgelöst, dass einer der wartenden Spieler einen Charakter auf der Bühne in derselben Körperhaltung ablöst und mit dem übriggebliebenen Charakter die nächste Szene der Geschichte spielt. Sollte es jetzt noch nicht klar sein, bleibt Ihnen nur noch, einen Auftritt anzuschauen...
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Reimen

In einer Zweipersonenszene muß sich jeder gesprochene Satz auf den letzten Satz des Anderen reimen. Glücklicherweise sind die Rollen mehrfach besetzt, so daß auch knifflige Reime lösbar sind. (Für "Herz"-"Schmerz" gibt es dann immer noch das gute alte Wurfpapier...)
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Stimmen aus dem Jenseits

Ein tragischer Todesfall hat vier bedauernswerte Mitmenschen das Leben gekostet. Alle vier sind am selben Ort (vom Publikum gewählt) zur selben Zeit gestorben. Nun melden sie sich aus dem Jenseits zu Wort und erzählen, wie es dazu kam. Aus den vier Perspektiven ergibt sich schließlich ein Gesamtbild, aus dem klar wird, wie es zu dem tragischen Tod kommen konnte.
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Soll ich?

In dieser Disziplin haben die Charaktere eine innere Stimme: das Publikum. Egal, ob einfache Fragen ("Soll ich ihn heiraten?") oder knifflige Konflikte ("Soll ich mir die Schuhe zubinden?") anstehen: wer die innere Stimme befragt, weiß, was zu tun ist.
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Synchronisation

Bei der Synchronisation spricht nicht, wer spielt, und spielt nicht, wer spricht. Anders ausgedrückt: zwei Spieler sind auf der Bühne, spielen und bewegen gelegentlich die Lippen, aber fürs Sprechen sind währenddessen zwei andere Spieler zuständig.
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Tod in einer Minute

Bei dieser Disziplin stehen drei Dinge bereits fest: dass jemand stirbt, was die Mordwaffe ist (vom Publikum gewählt, sei es ein Löffel oder eine Straßenbahn), und dass die Szene nur eine Minute dauert.

Doch damit nicht genug: was man in einer Minute spielen kann, kann man auch in einer halben Minute spielen. Und was man in einer halben Minute spielen kann, kann man auch in einer Viertelminute spielen. Dieselbe Szene wird also so lange in halber Zeit wiederholt, bis sie nur noch eine Sekunde lang ist.

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Traumtag

Wie entstehen Träume? Das Gehirn verwurstet die Ereignisse des Tages zu neuen, spannenden oder auch seltsamen Geschichten. Das können wir auch! Nachdem ein Freiwilliger zu seinem Tagesablauf interviewt worden ist, zeigen wir auf der Bühne, welcher Traum daraus entstehen wird.
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Zappen

Wer kennt es nicht... man sitzt vor der Glotze und zappt zwischen den Kanälen herum...

In der Bühnenfassung wünscht sich das Publikum vier Orte. Der erste Spieler spielt eine Einpersonenszene am ersten Ort, bis der Zweite auf die Bühne kommt. Sofort sind beide andere Personen am zweiten Ort und spielen dort eine Zweipersonenszene, bis der Dritte die Bühne betritt... nach vier Szenenanfängen kommt Werbung für einen vom Publikum vorgeschlagenen Gegenstand (von irgend etwas müssen wir schließlich auch leben).

Ist die Werbung vorbei, so schalten wir wieder ins vierte Programm und sehen gerade die vierte Szene enden, bis der vierte Spieler von Bord geht und die dritte Szene (in der zwischendurch viel passiert ist) endet... bis am Schluß die Einerszene ihr glückliches oder auch tragisches Ende findet.